Die Fische im Starnberger See

Im Starnberger See leben viele Fischarten, die das klare Wasser und die vielfältigen Lebensräume schätzen. Von Aal bis Zander zeigt diese Galerie die faszinierende Vielfalt unter der Seeoberfläche und gibt einen Überblick über die heimischen Fische.

Die wichtigsten Vertreter der Fischwelt im Starnberger See sind Renke, Seesaibling, Seeforelle und Hecht. Diese Arten benötigen einen ausgeprägten Freiwasserraum sowie eine gute Wasserqualität.

Des Weiteren finden sich unter anderem Flussbarsch, Brachse, Karpfen, Seerüßling, Rotauge, Aitel und Hasel. Sie benötigen eine intakte möglichst strukturreiche Uferzone, die sowohl als Laichgebiet, später als Kinderstube und schließlich als Aufenthaltsort dient.

Artenvielfalt

Insgesamt halten sich im See laut Angaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) derzeit 26 verschiedene Fischarten auf. Die Fischereigenossenschaft Würmsee ist bemüht, alle diese Arten zu erhalten, auch die wirtschaftlich weniger interessanten.

Aal - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Aal (Anguilla anguilla)

Der Aal im Starnberger See ist ein nachtaktiver Fisch, der sich vor allem im weichen Seeboden versteckt. Er ernährt sich von Kleintieren wie Würmern und Fischen. Seine schlanke, schlangenähnliche Gestalt ermöglicht ihm das Gleiten durch enge Spalten und Pflanzen.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Anguilla anguilla

Familie

Familie Flussaale (Anguillidae)

Lebensraum

Flüsse, Seen, Küstenbereiche Europas

Größe

60–80 cm (max. 133 cm)

Gewicht

0,2–1,5 kg (max. 6 kg)

Ernährung

Würmer, Kleinfische, Insekten

Fortpflanzung

Laichwanderung ins Sargassomeer

Besonderheiten

Nachtaktiv, Wanderfisch, schlangenähnlicher Körper

Barsch - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Barsch (Perca fluviatilis)

Der Barsch ist ein farbenprächtiger, geselliger Raubfisch. Mit seinen roten Flossen und dunklen Streifen jagt er kleine Fische und Insekten. Er lebt meist in Schwärmen nahe des Ufers und trägt zum ökologischen Gleichgewicht des Starnberger Sees bei.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Perca fluviatilis

Familie

Barschverwandte (Percidae)

Lebensraum

Seen, Flüsse, fließende Gewässer

Größe

20–40 cm (max. ca. 60 cm)

Gewicht

0,1–1 kg (max. ca. 4,8 kg)

Ernährung

Kleine Fische, Insekten, Krebstiere

Fortpflanzung

Laicht im Frühjahr; legt Laichbänder an Wasserpflanzen o. Ä. ab

Besonderheiten

Farbige Flossen, lebt gesellig in Schwärmen, wichtiger Raubfisch

Hecht - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Hecht (Esox lucius)

Der Hecht ist ein schneller, geschickter Raubfisch mit langem, torpedoförmigem Körper und scharfem Gebiss. Er lauert gut getarnt im Schilf oder zwischen Wasserpflanzen auf Beute. Mit blitzschnellen Angriffen jagt er Fische, Frösche und manchmal sogar kleine Wasservögel.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Esox lucius

Familie

Hechtverwandte (Esocidae)

Lebensraum

Klare Seen, Flüsse, Gewässer mit Pflanzenbewuchs

Größe

50–100 cm (max. bis 150 cm)

Gewicht

1–10 kg (max. bis ca. 20 kg)

Ernährung

Fische, Frösche und gelegentlich kleine Wasservögel oder Säugetiere

Fortpflanzung

Laicht im Frühjahr in flachen, pflanzenreichen Uferzonen

Besonderheiten

Schneller Raubfisch, hervorragender Jäger mit Tarnfärbung

Karpfen - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Karpfen (Cyprinus carpio)

Der Karpfen ist ein überwiegend friedlicher Allesfresser mit breitem Körper und goldbrauner Färbung. Er lebt am Grund des Gewässers, wo er nach Pflanzen, Würmern und kleinen Lebewesen sucht. Besonders im Sommer ist er in ruhigen, warmen Uferzonen aktiv.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Cyprinus carpio

Familie

Karpfenverwandte (Cyprinidae)

Lebensraum

Seen, Teiche, langsam fließende Flüsse mit schlammigem Boden

Größe

30–70 cm (max. über 1 m)

Gewicht

1–10 kg (max. über 30 kg)

Ernährung

Pflanzen, Würmer, Insekten, Kleintiere

Fortpflanzung

Laicht im späten Frühling bis Frühsommer in Ufernähe

Besonderheiten

Überwiegend friedlicher Grundfisch, robust, weit verbreitet, geschätzter Speisefisch

Mairenke - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Mairenke (Alburnus chalcoides)

Die Mairenke ist ein schlanker, silbrig glänzender Schwarmfisch, der klares, sauerstoffreiches Wasser bevorzugt. Im Frühjahr laicht sie in Ufernähe und ist dann gut zu beobachten. Sie ernährt sich hauptsächlich von Plankton und kleinen Insektenlarven.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Alburnus chalcoides

Familie

Weißfische (Leuciscidae)

Lebensraum

Klares, sauerstoffreiches Wasser in Seen und Flüssen

Größe

10–20 cm (max. ca. 25 cm)

Gewicht

10–80 g

Ernährung

Plankton, Insektenlarven, kleine Krebstiere

Fortpflanzung

Laicht im Mai und Juni an flachen, überströmten Kiesstellen in Zu- und Abflüssen

Besonderheiten

Silbrig glänzender Schwarmfisch, zeigt sich oft an der Wasseroberfläche

Renke - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Renke (Coregonus spp.)

Die Renke ist ein edler, silbrig schimmernder Fisch mit schlankem Körper und feinen Schuppen. Sie lebt in tieferen, kühlen Wasserschichten und ernährt sich von Plankton und Kleintieren. Wegen ihres feinen Fleisches gilt sie als besonders geschätzter Speisefisch.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Coregonus spp.

Familie

Forellenverwandte (Salmonidae)

Lebensraum

Tiefe, kühle und sauerstoffreiche Seen

Größe

25–50 cm (max. ca. 60 cm)

Gewicht

0,2–2 kg

Ernährung

Plankton, Insektenlarven, kleine Krebstiere

Fortpflanzung

Laicht meist im Winter über kiesigem oder anderem geeignetem Untergrund

Besonderheiten

Typischer Fisch nährstoffarmer, sauerstoffreicher Seen und wichtiger Speisefisch

Rutte - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Rutte (Lota lota)

Die Rutte, auch Quappe genannt, ist der einzige Vertreter der Dorsche im heimischen Süßwasser. Sie hat einen langen, schlangenähnlichen Körper und einen Bartfaden am Kinn. Besonders im Winter wird sie aktiv und jagt Fische, Krebse sowie andere kleine Wassertiere.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Lota lota

Familie

Dorsche (Gadidae)

Lebensraum

Kühle, klare und sauerstoffreiche Still- und Fließgewässer

Größe

30–60 cm (max. ca. 90 cm)

Gewicht

0,5–2 kg

Ernährung

Fische, Krebse, Insektenlarven

Fortpflanzung

Laicht im Winter bei niedrigen Wassertemperaturen

Besonderheiten

Einziger Süßwasser-Dorsch, nachtaktiv, bevorzugt kaltes Wasser

Seeforelle - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Seeforelle (Salmo trutta lacustris)

Die Seeforelle ist ein kräftiger, silbrig-blauer Raubfisch mit dunklen Flecken. Sie lebt in klaren, kühlen Seen und jagt vor allem kleinere Fische und Insektenlarven. Bekannt für ihr schmackhaftes Fleisch, gilt sie als begehrter Speisefisch und sportlicher Fang.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Salmo trutta lacustris

Familie

Lachsfische (Salmonidae)

Lebensraum

Kühle, tiefe und klare Seen mit hohem Sauerstoffgehalt

Größe

40–80 cm (max. bis 100 cm)

Gewicht

1–10 kg

Ernährung

Kleinfische, Insektenlarven, Krebstiere

Fortpflanzung

Laicht im Spätherbst in kiesreichen Zuflüssen

Besonderheiten

Wertvoller Edelfisch, kräftiger Schwimmer, beliebter Fangfisch

Seerüssling - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Rußnase (Vimba vimba)

Die Rußnase (Zährte), ist ein schlanker, silbriger Karpfenfisch mit einer vorspringenden Schnauze. Sie hält sich gerne in Bodennähe auf, wo sie nach kleinen Bodentieren sucht. Zur Laichzeit (Mai bis Juli) wandert sie flussaufwärts und legt ihre Eier an kiesigen Stellen im strömenden Wasser ab.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Vimba vimba

Familie

Karpfenfische (Cyprinidae)

Lebensraum

Seen und langsam fließende Gewässer mit sandigem oder schlammigem Boden

Größe

25–40 cm

Gewicht

30–150 g (max. 1 kg)

Ernährung

Würmer, Insektenlarven, Schnecken und andere kleine Bodentiere

Fortpflanzung

Mai bis Juli; Laichwanderung flussaufwärts

Besonderheiten

Langgestreckter Körper, dunkle, nasenartig vorspringende Schnauze. Lebt gesellig

Seesaibling - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Seesaibling (Salvelinus alpinus)

Der Seesaibling ist ein schlanker Fisch mit silbrig-blauer bis dunkelgrüner Färbung und hellen Punkten. Er lebt in kalten, sauerstoffreichen Seen und ernährt sich von Plankton, kleinen Wassertieren oder Fischen. Zur Laichzeit zeigen die Männchen eine rötliche Bauchfärbung.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Salvelinus alpinus

Familie

Forellenverwandte (Salmonidae)

Lebensraum

Kühle, tiefe Seen mit hohem Sauerstoffgehalt

Größe

30–60 cm (max. ca. 80 cm)

Gewicht

0,5–3 kg (max. ca. 5 kg)

Ernährung

Kleinfische, Insektenlarven, Krebstiere

Fortpflanzung

Laicht im späten Herbst bis Winter auf kiesigem Untergrund

Besonderheiten

Edler Speisefisch, empfindlich gegenüber Umweltveränderungen, kräftiger Schwimmer

Waller - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Waller (Silurus glanis)

Der Waller ist ein imposanter, nachtaktiver Raubfisch mit langgestrecktem Körper und breitem Maul. Er hält sich vor allem in tieferen, ruhigen Gewässerbereichen auf und jagt Fische, Krebse und andere Kleintiere. Wegen seiner Größe gilt er als starker Gegner für Angler.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Silurus glanis

Familie

Welsartige (Siluriformes)

Lebensraum

Tiefe Seen, Flussarme und ruhige Gewässerbereiche

Größe

80–200 cm (max. über 270 cm)

Gewicht

10–50 kg (max. über 130 kg)

Ernährung

Fische, Krebse, Kleinsäuger, Wasservögel

Fortpflanzung

Laicht im späten Frühling bis Sommer in flachen, pflanzenreichen Uferzonen

Besonderheiten

Größter Süßwasserfisch Europas, nachtaktiv, starker Gegner für Angler

Zander - Starnberger See - Fischereigenossenschaft Würmsee - Die Fische im Starnberger See

Zander (Sander lucioperca)

Der Zander ist ein schlanker, räuberischer Fisch mit spitzem Kopf und messerscharfen Zähnen. Er lebt meist in tieferen Gewässerbereichen und jagt kleinere Fische. Besonders in der Dämmerung wird er aktiv und ist sowohl für Angler als auch für die Fischökologie von großer Bedeutung.

Merkmal

Angaben

Lateinischer Name

Sander lucioperca

Familie

Echte Barsche (Percidae)

Lebensraum

Tiefe Seen, Flüsse und langsam fließende Gewässer mit sandigem oder schlammigem Boden

Größe

40–80 cm (max. über 100 cm)

Gewicht

1–8 kg (max. ca. 15 kg)

Ernährung

Fische, Kleintiere, Insektenlarven

Fortpflanzung

Laicht im Frühjahr in flachen Uferbereichen auf sandigem Grund

Besonderheiten

Räuberischer Raubfisch, dämmerungs- und nachtaktiv, beliebter Sportfisch